Initaitives

Our Everlatest Bodies (AT)

Wir leben in alternden Körpern, in einer alternden Gesellschaft, auf einem alten und geschwächten Planeten. Trotzdem kennen wir nicht viele Formen des Alterns und verdrängen lieber das, was uns alle betrifft. Sowohl in der Kunst als auch in unserer Gesellschaft hat das Alter und der alte Mensch keinen Platz, sobald  das ewige Bedürfnis nach Verjüngung und Erneuerung nicht mehr erfüllt wird. Nun hat die Corona-Krise die Verdrängung des Alters schlagartig wieder sichtbar gemacht. In OUR EVERLATEST BODIES (AT) wollen wir daher den Umgang mit dem Alter auf der Bühne und in unserer Gesellschaft untersuchen. Bietet die neue Notwendigkeit zur gemeinsamen Sorge für die Älteren und Schwachen eine Möglichkeit die Perspektiven des Alters neu zu ergründen?  Was sind Praktiken des guten Alterns? Können wir ein neues Verhältnis zu unserem eigenen alternden Körper entwickeln? Und wie gelangen wir zu einer fürsorglichen Ästhetik des Alters?

We live in ageing bodies, in an ageing society, on an old and weakened planet. Yet we do not know many forms of ageing and prefer to suppress what concerns us all. In art as well as in our society, old age and the old person has no place, as soon as the perpetual need for rejuvenation and renewal is no longer fulfilled. Now the Corona crisis has suddenly made the repression of old age visible again. In OUR EVERLATEST BODIES (WT) we therefore want to examine how we deal with old age on stage and in our society. Does the new need for a common care for the elderly and the weak offer a way to re-explore the perspectives of old age? What are practices of good ageing? Can we develop a new relationship with our own ageing body? And how do we arrive at a caring aesthetic of old age?

David Moser (Regie)

Laura Immler (Bühnenbild, Konzeption)

Verena Buss (Ensemble)

 

Credits: Laura Immler

 

Da, wo alle gleich sind, gibt es keinen

Man wird in die Welt geworfen. Da ist man also und existiert. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich fragt, wie man zu der*dem geworden ist, die*der man ist. Existieren heißt, Möglichkeiten zu ergreifen und andere fallen zu lassen. Der Regisseur und seine Eltern sind in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt. 1991 kommen sie gemeinsam in die BRD. In Frankfurt am Main werden die jungen Eltern zwischen Kunst, Designerklamotten und Äppler gemeinsam mit dem Kind erwachsen. Interviews mit den Eltern bilden die Basis einer performativen Auseinandersetzung. Inwiefern sind vergangene Erlebnisse innerhalb der Familie für die eigene (politische) Identität bestimmend?

You are thrown into the world. So there you are and you exist. At some point you reach the point where you ask yourself how you became the person you are. To exist means to seize possibilities and to let others fall. The director and his parents were born in a country that no longer exists. In 1991 they came to FRG together. In Frankfurt am Main the young parents grow up together with their child between art, designer clothes and Äppler. Interviews with the parents form the basis of a performative discussion. To what extent are past experiences within the family decisive for your own (political) identity?

Demjan Duran (Inszenierung, Raum)

Leonard Dick (Performance)

 

 

Credits: Alvise Predieri